Der Kalmische Hof

Der “Kalmische Hof” (ex “Stockheimer Hof” von 1581, erbaut 1599. Unterbau und Treppenturm vermutlich von einem Vorgängerbau. Die Herren von Stockheim waren seit dem 14. Jahrhundert  Burgmänner der Grafen von Nassau und starben 1702 aus. 1768 -1776 im Besitz der Familie des J. H. von Calm, daher der Name "Kalmenhof").
Auf dem Bild unten ist zentral das “Alte Haus” zu sehen, im Hintergrund die westliche Häuserzeile der Obergasse, überragt von der Erkerspitze des Anwesens Heer (
Toepferhaus).

 

oben noch einmal das Alte Haus auf einem Foto, ca. 1900; dieses Haus war die Keimzelle der 1888 von Oberkonsistorialrat Ehlers mit Frankfurter Bürgern gegrün- deten “Anstalt für Schwachsinnige” (vordem “Idiotenanstalt”).

rechts: das “Pensionat” schaffte mehr Wohnraum




unten: 1893 begannen die Bauarbeiten für das Mädchen- und Knabenhaus. Im Hintergrund links die Lederfabrik Landauer-Donner (heute
Löherplatz), rechts hinter den Bauarbeitern das Südende der Belzeck.








links: Knaben- und Mädchenheim

darunter: Überblick über die Gebäu- de. Man vergleiche dieses Foto mit dem
obersten (ersten). Einen Anhaltspunkt bietet die dreifache, gegliederte Dachfläche im Hintergrund (Obergasse).

oben und unten: Altersheim am Bahn- hof (im Rahmen); am linken Bildrand oben ist der Bahnhof zu sehen, rechts quert die Stettiner Straße den Ritzbach.

Mittlerweile hatte sich das Gelände der Heilerziehungsanstalt bis an den Veitenmühlweg ausgedehnt. Das Foto unten zeigt den Komplex der Veitenmühle mit dem Elektrizitätswerk (links außerhalb dieses Ausschnittes; einen genaue Zuordnung der anderen Gebäude ist uns nicht möglich gewesen). Beim Anklicken des Bildes öffnet sich ein großes Panoramafoto Idsteins von Südosten.

Direkt am Veitenmühlweg entstand das “Lehrlingsheim” genannte Haupthaus der Institution, die seit 1923 “Heilerziehungsanstalt Calmenhof zu Idstein im Taunus” hieß. Das Lehrlingsheim wurde 1929 errichtet, das südlich davon -durch eine Fußgängerbrücke mit diesem verbundene- gelegene ”Waschhaus” wurde 1930 errichtet. Planender Architekt war Ludwig Minner aus Wiesbaden.

oben: Das Haupthaus vom Veitenmühlweg aus                                  Das Haus von Osten

rechts und unten: Im Lehrlingsheim
Man beachte, dass diese zwei historischen Fotos nicht der aktuellen Ausstattung entsprechen!

unten: Zweimal das Waschhaus

Das Krankenhaus (links) rundete die Dienstleistungen für die Zöglinge und Schüler der zugehörigen Sonderschule ab.

An die hiesigen Opfer der “Euthanasie” im 3. Reich erinnern im Sozialpädagogisches Zentrum
Kalmenhof, ehemals Heilerziehungsanstalt Kalmenhof:
• Gedenkkreuz aus Holz auf dem Kinderfriedhof
(1984 - 1987)
• Gedenktafel auf dem städtischen Friedhof Idstein
(seit 1987)
• Gedenkstätte (Steinrondell mit Inschriften, Metallkreuz)
auf dem Kinderfriedhof (seit 1987)
• Ausstellung
“Der Kalmenhof – Geschichte – Kontinuität –Aktualität”
Die Dauerausstellung in der Eingangshalle und im ersten Stock des Verwaltungsgebäudes des SPZ Kalmenhof wurde 1997 der Öffentlichkeit übergeben.
Literatur

 

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