Judengasse

Sie hieß wegen der seit 1820 dort stehenden Synagoge so, wurde ab 1933 “Hintere Borngasse” genannt. Heute heißt sie “Felix -Lahnstein - Straße”.
Literatur
unten:
Felix Lahnstein, einem Gruppenfoto entnommen, dass in den 30ern gemacht wurde. Lahnstein nahm mit anderen Idsteiner Honoratioren an einem Ausflug der Doppelkopp- spieler teil.

oben:
Die Spuren der Synagoge sind verwischt*, das Haus Nr.1 lenkt nicht die Aufmerk- samkeit auf sich.
rechts:
Zwei andere Häuser in der Straße

*Lediglich eine Zeitungsmeldung ist noch zu finden (I. Z. vom 8. August 1921:

Enthüllung der Gedenktafel in der Synagoge.
Die Gedenktafel ist an der Nordseite des Betsales angebracht und
in dem Steinmetzgeschäft von Theodor Link, hier, angefertigt.

Gefallene:
Eschenheimer, Julius, Esch
Franck, Manfred, Idstein
Grünebaum, Sally, Idstein
Lahnstein, Leo und Rudolf, Idstein
Löwenstein, Max, Esch
Strauß, Siegfried, Idstein
Wolf, Gustav, Idstein”
 

Felix Lahnstein, 1892 (Idstein) - 1952 (New York);
Als jüdischer Mitbürger Idsteins war der Getreide - und Futtermittelhändler Lahnstein Vorsteher der Jüdischen Gemeinde Idsteins. In den 20ern und 30ern des vorigen Jahrhunderts lag sein Geschäft in der Weiherwiese, sein Lager war der Herrnspeicher in der unteren Schlossgasse. Im I. Weltkrieg war Lahnstein Soldat. Seine Beliebtheit konnte ihn aber auch nach 1933 in Idstein nicht schützen. Mit seiner Familie verließ er 1937 Idstein.

 

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